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SonicWall gehört zu den führenden Herstellern von Firewalls und Sicherheitslösungen für Unternehmen. Doch kürzlich wurde eine schwerwiegende Schwachstelle in der SSLVPN-Komponente von SonicOS entdeckt und veröffentlicht. Ein Proof-of-Concept (PoC)-Exploit zeigt, dass Angreifer eine bestehende VPN-Session kapern können, ohne Benutzername oder Passwort zu kennen. Das bedeutet ein enormes Sicherheitsrisiko für Unternehmen, die auf SonicWall-Firewalls setzen.
Am 7. Januar 2025 hat SonicWall ein Advisory zu mehreren Sicherheitslücken in SonicOS veröffentlicht. Eine dieser Schwachstellen betrifft die SSLVPN-Authentifizierung und ermöglicht es Angreifern, sich unautorisiert Zugriff auf interne Netzwerke zu verschaffen.
Wichtige Details zur Schwachstelle:
Die Schwachstelle wird durch Session-Hijacking ausgenutzt: Ein Angreifer kann eine bereits aktive VPN-Session eines legitimen Benutzers übernehmen. Selbst wenn Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) aktiviert ist, schützt diese nicht vor dem Angriff.
Laut den Forschern von Rapid7 erfolgt der Angriff in folgenden Schritten:
Laut den Berichten von Bishop Fox sind weltweit mehr als 5.000 SonicWall-Firewalls verwundbar, da viele Unternehmen den SSLVPN-Zugang über das Internet verfügbar machen.
Firewalls sind das Rückgrat der IT-Sicherheit. Eine Kompromittierung kann schwerwiegende Folgen haben:
✔ Unautorisierter Zugriff auf Unternehmensnetzwerke
✔ Spionage, Datendiebstahl oder Sabotage
✔ Aushebelung bestehender Sicherheitsmechanismen wie MFA
✔ Ermöglichen von weiteren Angriffen innerhalb des Netzwerks
Da die Schwachstelle bereits öffentlich bekannt ist und ein Proof-of-Concept verfügbar ist, ist die Wahrscheinlichkeit von massiven Angriffen in den kommenden Wochen sehr hoch.
SonicWall hat bereits Sicherheitsupdates veröffentlicht, die dringend eingespielt werden sollten. Unternehmen, die SonicWall SSLVPN nutzen, sollten folgende Schritte unternehmen:
✅ Sofortige Installation des Patches
✅ Überprüfung auf bereits erfolgte Angriffe
✅ Deaktivierung von SSLVPN, falls nicht notwendig
✅ Netzwerksegmentierung und Zero-Trust-Strategie umsetzen
✅ Regelmäßige Sicherheitsupdates einspielen
Die Schwachstelle CVE-2024-53704 in SonicWall SonicOS SSLVPN stellt ein hohes Risiko dar, da Angreifer unautorisiert auf Netzwerke zugreifen können. Da bereits ein Proof-of-Concept veröffentlicht wurde, sind zeitnahe Updates und Sicherheitsmaßnahmen unerlässlich. Unternehmen sollten sofort handeln, um sich vor potenziellen Angriffen zu schützen.
Quellen: